eCall Zertifizierung

eCallBei eCall handelt es sich um ein von der Europäischen Union gefordertes automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge. Im Fahrzeug verbaute Geräte sollen einen Verkehrsunfall automatisch an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 melden und durch die rascher initiierten Rettungsmaßnahmen helfen, die Zahl der Verkehrstoten zu senken und die Schwere von Verletzungen im Straßenverkehr zu reduzieren.

 

Seit dem 1. April 2018 ist eCall für alle neuen Modelle von Personenkraftwagen (M1) und leichten Nutzfahrzeugen (N1) verpflichtend und damit Kraftfahrzeuge weiterhin in der EU verkauft und zugelassen werden können, müssen Automobilhersteller ab sofort Ihre eingesetzten eCall Systeme auf Basis der Vorgaben der EU zulassen. Maßgebend sind hier die in der Verordnung (EU) 2017/79 definierten eCall Tests:

  • Anhang I – Prüfung der gravierenden Verzögerung
  • Anhang II – Bewertungen der vollständigen Aufprallprüfung
  • Anhang III – Aufprallfestigkeit von Audioausrüstungen
  • Anhang IV – Koexistenz von TPS und eCall
  • Anhang V – Automatischer Auslösemechanismus (Dokumentenprüfung)
  • Anhang VI – Ortungsdienste (GNSS)
  • Anhang VII – Selbsttest des bordeigenen Systems
  • Anhang VIII – Schutz der Privatsphäre und Datenschutz

 

Gemäß Verordnung (EU) 2017/78, Anhang I / II, Teil I, § 12.8.7 müssen die Hersteller die Konformität mit den eCall-Standards gemäß Artikel 5 Absatz 8 der Verordnung (EU) 2015/758 erklären. Die relevanten eCall Tests sind definiert in:

  • CEN EN 16454 / ETSI TS 103 412 eCall Ende-zu-Ende-Konformitätsprüfung
  • ETSI TS 103 428 – eCall HLAP Interoperabilitätstests
  • ETSI TS 102 936-1, TS 151 010-1 und TS 134 123-1 – GSM/UMTS-Konformität
  • ITU-T P.1140 – Sprachkommunikationsanforderungen für Notrufe

 

Seit dem 19.07.2018 ist auch die Richtlinie UN – R 144 in Kraft getreten. Die Richtlinie definiert die Genehmigungsverfahren für:

  • Bauteile
  • eCall Systeme
  • Kraftfahrzeuge mit eCall System, welches schon genehmigt wurde
  • Kraftfahrzeuge mit eCall System, welches noch nicht genehmigt wurde

 

Je nach Zulassungstyp unterscheidet sich der Testumfang. In Summe gibt es die folgenden Testbereiche:

  • Datenversand und Sprachverbindung
  • EMV (UN – R 10)
  • Positionsbestimmung (GNSS)
  • PLMN Zugriff
  • Informations- und Warnsignal (Selbsttest)
  • Energieversorgung
  • Prüfung der Widerstandsfähigkeit (Schlittentest)
  • AECS Kontrolle
  • Freisprech-Audio Performanz (Audio)
  • Fahrzeugaufpralltests

Die UN – R 144 ist allerdings nicht nur gültig für die Länder der europäischen Union, sondern gilt für bis zu 56 Staaten weltweit. Darunter fallen unter anderem Russland, Japan und Korea.

Die Verordnung (EU) 2015/758 definiert darüber hinaus, dass die Prüfungen für eine eCall Zertifizierung ausschließlich von einem benannten Technischen Dienst durchgeführt werden sollten.

 

Unsere Dienstleistungen

Wir wurden bereits im August 2017 vom deutschen Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) als Technischer Dienst für eCall benannt und waren das erste Labor in Europa, welches die eCall Zulassung anbieten und durchführen konnte. Gleichermaßen sind wir aktuell das einzige Labor, welches vom KBA als technischer Dienst für die Richtlinie UN – R 144 benannt wurde.

Darüber hinaus arbeiten wir seit einigen Jahren an der Standardisierung von eCall Testspezifikationen mit und können durch eine Vielzahl an durchgeführten eCall Zulassungen auf eine große praktische Erfahrung zurückgreifen.

Mit unserer außerordentlichen Expertise für den eCall Zulassungsprozess und dem jahrelang angeeigneten technischen Know-How für die Durchführung der notwenigen Tests für die Zulassung, sind wir Ihr Ansprechpartner Nummer 1 wenn es um eine eCall Zertifizierung geht.

 

Bei Rückfragen zögern Sie bitte nicht, uns direkt zu kontaktieren: +49 2054 9519 0 / contact@cetecom.com.