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CE-Kennzeichnung

Die Basis für Zulassungen im europäischen Raum

Im Rahmen unserer Dienstleistungen bieten wir Ihnen die vollständige Zulassung für den europäischen Markt an. Die notwendigen Prüfungen führen wir in unseren eigenen Laboren durch und unser erfahrenes Zertifizierungsteam inklusive notifizierter Stelle ebnet Ihnen mit einer CE‑Kennzeichnung den Weg für den europäischen Markt.

DAkkS - Deutsche Akkreditierungsstelle
DAkkS
Alle Akkreditierungen
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Konformitätsbewertung für Radio- und Telekommunikationsprodukte in der Europäischen Union

Um eine CE-Kennzeichnung zu erlangen, müssen Produkte mit Funktechnologien die Anforderungen erfüllen, die die europäische Funkgeräterichtlinie 2014/53/EU (RED) definiert. Diese Richtlinie legt den Rechtsrahmen für alle Produkte mit Funktechnologien fest. Wesentliche definierte Anforderungen sind Gesundheit und Sicherheit, elektromagnetische Verträglichkeit und die effiziente Verwendung von Funkfrequenzen. Hersteller und Zulieferer dieser Produkte auf dem EU-Markt müssen die Einhaltung der RED durch die Bereitstellung einer Baumusterprüfung auf Basis einer technischen Dokumentation (TD) oder einer Konformitätserklärung (DoC) und der CE‑Kennzeichnung nachweisen.

Per Definition stellt eine Zertifizierung auf Basis der EN-Normen (EU) lediglich einen Zugang zu den Märkten der EU dar. Eine selbstständige Zertifizierung der Produkte mit Funktechnologien für andere Märkte ist daher notwendig. Allerdings ist der Testaufwand überschaubar, da sich eine Vielzahl der Bestimmungen für den Marktzugang an den Vorgaben für eine CE-Kennzeichnung orientieren. In Kombination mit einer FCC Zertifizierung deckt man daher bereits eine Vielzahl an Anforderungen für eine internationale Marktzulassung ab. 

Die Rolle einer notifizierten Stelle im Rahmen einer CE-Kennzeichnung

Im Rahmen einer EU Zertifizierung gemäß der RED empfehlen wir die Zusammenarbeit mit einer notifizierten Stelle. Als unabhängige Organisation, die von der Europäischen Kommission benannt wurde, führt eine notifizierte Stelle die notwendigen Konformitätsbewertungen durch und unterstützt Hersteller insbesondere, wenn keine harmonisierten Normen anwendbar sind. Eine notifizierte Stelle führt das Konformitätsverfahren im Auftrag des Antragstellers durch und kann die Bewertung und die entsprechende Baumusterprüfung (TCF) überprüfen.

 

Der Prozess zur CE-Kennzeichnung

 

Der Prozess zur CE-Kennzeichnung (Schaubild)

Wenn man von harmonisierten Normen abweicht oder diese nicht existieren, kann eine notifizierte Stelle spezifische Tests erstellen und dazu beitragen, die entsprechenden Testpläne zu definieren. Im Falle von nicht harmonisierten (länderspezifischen) Frequenzbereichen kann sie unterstützen, so dass Hersteller ihre Produkte auf den Markt bringen können.

Eine notifizierte Stelle kann nach der RED notwendige Zulassungen für die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) behandeln und abschließend die Baumusterprüfung eines Herstellers beurteilen und eine Baumusterprüfbescheinigung ausstellen.

Als notifizierte Stelle für verschiedene EU-Richtlinien können wir Sie beim CE-Kennzeichnungsprozess unterstützen und Ihnen helfen, den Zugang zum europäischen Markt zu erlangen. Obwohl ein Selbstdeklarationsverfahren erlaubt ist, benötigen einige Produkte eine unabhängige Prüfung oder Zertifizierung durch die notifizierte Stelle.

 

Darstellung einer Frequenz auf einem Monitor

Wenn Sie nicht mit dem Verfahren vertraut sind oder wenn von harmonisierten Normen abgewichen wird oder diese nicht existieren, empfiehlt es sich, eine notifizierte Stelle einzubeziehen.

Akkreditierungen im Detail

DAkkS - Deutsche Akkreditierungsstelle

Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS)

Unsere Labore in Düsseldorf und Essen sind von der DAkkS gemäß DIN ISO 17025 akkreditiert, verschiedenste Prüfungen für eine CE-Kennzeichnung durchzuführen.

Detaillierte Informationen zu unserem Akkreditierungs-Umfang für unsere Labore in Deutschland finden Sie auf unserer Akkreditierungsübersicht.

Fachwissen CE-Kennzeichnung

Ist die CE-Kennzeichnung nur für Europa gültig?

Für eine Markteinführung in Europa ist die Konformitätserklärung gemäß der RED und das daraus resultierende Anbringen des CE-Zeichens unerlässlich. Darüber hinaus gibt es diverse Länder, die die Grundlagen der RED als Anforderungen für die Zulassung von Produkten mit Funktechnologien vollständig oder teilweise übernommen haben. Die Zulassung für den europäischen Raum dient somit als ein idealer Startpunkt für potentielle weitere internationale Marktzulassungen.

In welcher Form ist die Richtlinie 1999/5/EG (R&TTE) für eine CE-Kennzeichnung noch gültig?

Seit dem 13. Juni 2016 ersetzt die Richtlinie 2014/53/EU (RED – Radio Equipment Directive) die bisherige Richtlinie (1999/5/EG). Ab dem 13. Juni 2017 ist demnach für eine CE-Kennzeichnung für Produkte mit Funktechnologien die RED heranzuziehen.

Welche grundlegenden Anforderungen werden an Produkte gelegt, die in den Anwendungsbereich der RED fallen?

Die grundlegenden Anforderungen sind wie folgt definiert:

  • Schutz der Gesundheit und Sicherheit von Menschen sowie Haus- und Nutztieren (Artikel 3.1 (a))
  • Ein angemessenes Niveau an elektromagnetischer Verträglichkeit (Artikel 3.1 (b))
  • Effektive und effiziente Nutzung der Funkfrequenzen (Artikel 3.2)

Was versteht man unter „Combined Equipment”?

Unter Combined Equipment versteht man die physische Verbindung zwischen einer Funkanalage und einem Gerät, welches – für sich separat betrachtet – in den Anwendungsbereich einer anderen Richtlinie (bspw. Maschinenrichtlinie, EMV-Richtlinie, Medizingeräterichtlinie) fällt. Dies könnten unter anderem eine Waschmaschine mit Bluetooth-Modul oder eine Indsutriedruckanlange mit Zigbee-Modul sein. Wurde Combined Equipment vor der Einführung der RED oftmals hinsichtlich der Einzelkomponenten separat betrachtet, so ist das Endprodukt im Fokus der RED. Neben den obligatorischen Messungen hinsichtlich des Funkspektrums kommen im Rahmen der RED ggf. noch weitere Messungen hinzu, die für das Gesamtgerät bisher nicht betrachtet wurden.

Wozu dienen die Konformitäts-Messungen in einem Testhaus, wenn doch in Europa die Hersteller Konformitätserklärung CE gültig ist?

In der Regel stellen die Messungen die Grundlage für die Ausstellung der Konformitätserklärung dar,
da diese die grundlegenden Anforderungen des Artikels 3 der RED abdecken. Natürlich können diese Messungen auch seitens des Herstellers durchgeführt werden. Aus Gründen der Qualitätssicherung (Third-Party-Opinion) empfehlen wir aber die Einschaltung eines unabhängigen Testhauses für die finalen Konformitätsmessungen.

Reicht ein "vorzertifiziertes" Modul aus, um mein Gerät in Europa in Verkehr zu bringen?

In der Regel nicht, da Module üblicherweise nicht in der (Host-)Umgebung getestet werden,
in die sie auf Endgeräteebene eingebaut werden. Tests auf Endgeräteebene sind i.d.R. unumgänglich.

Wie sieht es mit Notwendigkeit von Zertifizierungen am Endgerät bei USB Stecklösungen der Funk- Technologie (WLAN-Stick) aus?

Kommen Endgerät und USB-Stecklösung als eigenständige Geräte separat auf den Markt, müssen diese jeweils den Anforderungen der anwendbare Richtlinie(n) entsprechen. Werden diese Einzelkomponenten vom Endnutzer zusammengebracht, trägt er i.d.R. die Verantwortung für das entstandene System. Werden die Geräte gemeinsam (als Bundle) auf den Markt gebracht, bzw. die USB-Stecklösung ist bereits integriert, dann trägt der Inverkehrbringer die Verantwortung und muss auch das System auf dessen Konformität hin untersuchen.

Worin liegt der Unterschied zwischen RED - EMV und EMV – EMV?

Die „RED-EMV“ unterscheidet sich von der „EMV-EMV“ im Prinzip nur unwesentlich – die durchzuführenden Tests sind in der Regel dieselben, u.U. ändern sich die Störfestigkeitsgrade (z. B. EMS Field Messung : 10V/m anstelle von 3V/m bei Industrieanwendungen).
Üblicherweise sind Themen wie Signalisierung und Prüflingsüberwachung bei der „RED-EMV“ enger gefasst und detaillierter beschrieben. Bei sog. „Combined Equipment“ können gerätebedingt auch Standards beider Richtlinien zur Anwendung kommen.

Wie verhält es sich mit Ersatzteilen bei einem Gerät welches nach alter Norm geprüft wurde?

  • Austausch im Haus des Herstellers?
  • Kunde kann Ersatzteil bestellen und selber austauschen?

Geräte, die sich bereits im Markt befinden und darüber hinaus nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprechen, können nach z. B. wartungs-/reparaturbedingtem Austausch von Komponenten auch weiterhin betrieben werden, ohne eine neue Konformitätsbewertung durchführen zu müssen. Sollte der Austausch von Komponenten keine besonderen Fachkenntnisse erfordern und ist dieser idealerweise z. B. in der Bedienungsanleitung detailliert beschrieben (z. B. Austausch einer Farbpatrone bei einem Drucker), kann der Austausch auch vom Kunden übernommen werden.

Wie sieht es bei der Verwendung eines Funkmoduls (RFID) in einer "großen Druckmaschine" aus: EMCD oder RED für die gesamte Anlage?

Bei (ortsfesten) Anlagen kann man üblicherweise darauf verzichten, die gesamte Anlage nach RED Gesichtspunkten zu bewerten – die eingesetzten Funktechnologien sollten ihrerseits natürlich den Anforderungen der RED entsprechen.
Einflüsse der Funktechnologien sind aber in eine abschließende Konformitätsbewertung der Anlage miteinzubeziehen.

Ist nach dem Übergang von 60950-1 auf 62368-1 ed3, die UV-Stabilität von Gehäuseteilen im Außenbereich weiterhin nachzuweisen?

Ja – entsprechende Anforderungen befinden sich im Anhang C des Standards IEC 62368-1:2018 (Edition 3.0). (Hinweis: Diese Version ist aktuell noch nicht harmonisiert – weder unter der RED, noch unter der LVD.)

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